Begriffe der Nachhaltigkeit

CSRD, ESRS, THG – die Begriffe der Nachhaltigkeit klingen für viele wie eine Fremdsprache. Das muss nicht sein. Nachhaltigkeit wird im Unternehmensalltag immer präsenter und wichtiger. Daher hat das Expertenteam von RestartThinking eine Übersicht und Erklärung der wichtigsten Begriffe für Sie zusammengestellt. In den FAQs der Nachhaltigkeit etwas weiter unten, erklären wir die wichtigsten Fragen zu Klimatransformation und Nachhaltigkeitsmanagement. Wenn Sie Fragen haben oder Ihnen eine Erklärung fehlt, schicken Sie uns gerne eine Nachricht. 

Die Begriffe sind zum 18. August 2026 aktualisiert worden. 

Begriffe der Nachhaltigkeit

BESS (Battery Energy Storage System) - Batteriespeichersystem

Dieser Begriff bezeichnet chemische Batteriespeicher, die Strom speichern und zu einem späteren Zeitpunkt wieder abgeben. Diese Speicher sind mittlerweile im Bereich von Kilowatt bis zur Megawatt-Größe erhältlich und werden eingesetzt um den Eigenverbrauch zu erhöhen, Lastspitzen zu glätten und die Stromnetze zu stabilisieren.

Dabei handelt es sich um das klassische „E-Auto“ , welches Energie in einer Batterie speichert und mit dieser Energie einen E-Motor antreibt. 

Es gibt verschiedene CO2-Fußabdrücke: Bei Unternehmen spricht man vom „Corporate Carbon Footprint = CCF“ und für Produkte vom „Product Carbon Footprint = PCF„. Auch Projekte können einen CO2-Footprint haben.

Die Werte werden gemäß GHG Protocol Standard (–> GHG Protocol) ermittelt. Verschiedene Treibhausgase (CO2, Methan, usw.) werden in die Einheit CO2e (CO2-Äquivalent) umgerechnet um eine Vergleichbarkeit zu erzielen.

Der Begriff bezeichnet die Verlagerung von treibhausgasintensiven Industrien in Ländern außerhalb der EU, wo weniger strenge Auflagen herrschen. Durch den Grenzausgleichsmechanismus (–> CBAM) sollen gleiche Bedingungen hergestellt und die Abwanderung vermieden werden. 

Grenzausgleichsmechanismus mit dem Importe von treibhausgasintensiven Produkten aus Ländern außerhalb der EU, wo weniger strenge Auflagen herrschen, mit europäischen Erzeugnissen gleichgesetzt werden. Dadurch sollen gleiche Bedingungen hergestellt und die Abwanderung vermieden werden. 

Es betrifft folgende Produkte:

  • Wenn mehr als 50 Tonnen pro Jahr und Importeur von folgenden Produkten importiert werden: Eisen und Stahl / Aluminium / Zement / Düngemittel. Unter 50 Tonnen sind die Importe zu melden, aber ohne CO2-Bepreisung. 
  • Import von Wasserstoff und Strom, unabhängig von der Menge.

 

Die Regelung ist bereits seit 1. Oktober 2023 in Kraft. Bis 31.12.2025 musste nur die CO2-Abgabe berechnet, aber keine CBAM-Zertifikate erworben werden. Seit 2026 gilt die sogenannte Bepreisungsphase, die Kosten entsprechen dem EU-CO2-Börsenhandelspreis. Mehr dazu finden Sie beispielsweise auf der Seite des österreichischen Finanzministeriums. 

Weitere Informationen über EU ETS und CBAM erfahren Sie in der #RestartThinking Fokusfolge „Überblick über den europäischen Emissionshandel“.

Die Kreislaufwirtschaft ist eine Gegenpol zum linearen Wirtschaftsmodell, welches auf Verschwendung aufbaut. In der Kreislaufwirtschaft werden Produkte und Dienstleistungen bereits so entwickelt, dass die möglichst lange geteilt, wiederverwendet, repariert, aufgearbeitet und schlussendlich recycelt werden können. Dadurch kann der Ressourcenverbrauch und die Importabhängigkeit reduziert sowie der Umweltschutz verbessert werden. Wie man Kreislaufwirtschaft in Ihrem Unternehmen umsetzen erfahren kann, erfahren Sie auf der RestartThinking Webseite. 

Es handelt sich dabei um das europäische Lieferkettengesetz. Betroffen sind Unternehmen mit durchschnittlich mehr als 5.000 Beschäftigten und einem Nettojahresumsatz von mehr als 1,5 Mrd. Euro. Die Richtlinie muss bis 26.07.2028 in nationales Recht umgesetzt werden und tritt ein Jahr später in Kraft. 

Damit sollen die Auswirkungen von unternehmerischen Handlungen auf Menschenrechte und Umwelt entlang der Lieferkette zu überprüft werden, Vorsorgemaßnahmen getroffen und bei schwerwiegenden Verstößen Abhilfe geschaffen werden.

CSR beschreibt die unternehmerische Nachhaltigkeit – also die Gleichwertigkeit der Bereiche Ökonomie, Ökologie und Soziales, sowie die Verbindung zu den Anspruchsgruppen (Stakeholdern) auf unternehmerischer Ebene.

Die CSRD ist eine EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung für große Kapitalgesellschaften, wenn sie folgende Größenkriterien überschreiten:

  • durchschnittlich mehr als 1.000 Arbeitnehmer im Geschäftsjahr
    UND
  • Nettoumsatzerlöse von mehr als 450 Mio. Euro. 

 

Die Berichterstattung hat gemäß dem Berichtsstandard ESRS (–> ESRS) zu erfolgen.

Bei dieser Technologie werden unter massiven technischem und energetischem Aufwand CO2 Emissionen abgeschieden bzw. eingefangen und dann in unterirdischen Lagern gelagert.

CCU (Carbon Capture and Usage) beschreibt die Verwendung des eingefangenen CO2. CCUS ist eine Kombination aus Verwendung und Einlagerung überschüssigen Kohlendioxids.

Die möglichen Kapazitäten reichen nicht annähernd für eine Klimatransformation aus. Stattdessen nutzt die Fossil-Lobby die CCS-Anwendungen als Feigenblatt, dass damit fossile Technologien weiter verwendet werden können.

Weitere Informationen dazu finden Sie in dem #RestartThinking Blogbeitrag „Die Lügen der Fossil-Lobby“. 

Die EmpCo bringt strengere Regelungen gegen irreführende Nachhaltigkeitsaussagen (–> Greenwashing) in der Kommunikation mit Endkund:innen. Pauschale Nachhaltigkeitsaussagen wie zB „nachhaltig, grün, klimaneutral, ökologisch positiv“ sind ab dem 26. September 2026 ohne Nachweis verboten. Zudem gibt es Einschränkungen bei Produktlabels. Dadurch sollen Verbraucher:innen geschützt und bessere Kaufentscheidungen treffen können.
Häufig gebrauchte Abkürzung im Rahmen unternehmerischer Nachhaltigkeitsaktivitäten. E steht für Environment, also Umweltbelange, wie CO2 Fußabdruck, Wasserverbrauch oder Abfallmanagement. S steht für Social, also soziale Nachhaltigkeitsaspekte, wie Diversität, Inklusion oder Arbeitsnormen. G ist die Abkürzung für Governance, also wie die Unternehmensführung erfolgt, um Nachhaltigkeit umzusetzen. Beispielsweise, wie werden Risiken evaluiert? Oder wie sieht die Vergütungsstruktur aus um entsprechende Lenkungswirkung für mehr Nachhaltigkeit zu gewährleisten?

Der Europäischer Nachhaltigkeitsberichtsstandard gilt für alle Unternehmen, die unter die europäische Nachhaltigkeitsberichtspflicht CSRD (–> CSRD) fallen.

Der ESRS ist in einen generellen Teil (ESRS 1 und 2), Umweltbelange (ESRS E1-E5), Sozialbelange (ESRS S1-S4), sowie einen Governance-Abschnitt (ESRS G1) aufgeteilt.

Begonnen wird der ESRS immer mit der Wesentlichkeitsanalyse, um im Unternehmen festzustellen, wo die größten Auswirkungen in punkto Nachhaltigkeit vorhanden sind, zu denen dann berichtet werden muss.

ETS steht für das EU-Emissionshandelssystem für Treibhausgas-Verschmutzungsrechte. 40 % der europäischen Emissionen von energieintensiven Industrien (zB Energieerzeugung, Zement, Stahl) sind derzeit von dem System erfasst. Es wird sukzessiv auf weitere Sektoren ausgeweitet. Im Jahr 2028 ist geplant mit EU ETS II die Sektoren Wärme und Mobilität auch mit zu berücksichtigen.

Das eingenommene Geld kommt den EU-Ländern, Unternehmen und Bürger:innen wieder als Förderung der Klimatransformation zugute.

Mehr dazu erfahren Sie in der #RestartThinking Fokusfolge „Überblick über den europäischen Emissionshandel“. 

Der GHG Protocol Standard ist ein weltweit etablierter Standard zur Ermittlung von Treibhausgasemissionen. Analog dazu wurde die ISO 14064 Reihe entwickelt.
Europäische Strategie, um den Übergang zu einer modernen, ressourceneffizienten und wettbewerbsfähigen Wirtschaft und mehr Klima- und Umweltschutz zu erreichen. Damit sollen auch bis zum Jahr 2050 keine Netto-Treibhausgasemissionen mehr freigesetzt werden. Die Strategie wird von einer Reihe von Gesetzen und Richtlinien begleitet. 
 
Durch massives Lobbying von Wirtschaftsverbänden wurde der Pfad zur Emissionsreduktion und stärkeren Nachhaltigkeitsberichtspflichten abgeschwächt und 2023 der Green Deal Industrial Plan ausgerufen. Im Zuge dessen wurden bereits beschlossene Regelungen wieder zurückgenommen (Omnibus-Verfahren).

Von Greenwashing spricht man, wenn Unternehmen, Produkte oder Dienstleistungen als umweltfreundlich, klimaschonend oder dergleichen beworben werden, obwohl die Aussagen irreführend oder übertrieben sind.

Um Greenwashing durch Unternehmen zu unterbinden werden seitens der EU verschiedene Richtlinien erlassen. Bei Fragen freuen wir uns auf Ihre Nachricht.

Deutsches Gesetz für Sorgfalt entlang der Lieferkette. Es soll die Einhaltung von Menschenrechten in globalen Lieferketten, Maßnahmen zum Schutz vor Kinderarbeit, und die Sicherstellung fairer Löhne und den Umweltschutz ermöglichen.

Das LKSG wird durch die europäische CSDDD-Richtlinie ersetzt werden (–> CSDDD).

Klimaneutral bezeichnet das Gleichgewicht zwischen Kohlenstoffemissionen und der Aufnahme von Kohlenstoff aus der Atmosphäre in Kohlenstoffsenken. Derzeit werden täglich etwa 100 Millionen Tonnen CO2e ausgestoßen, daher muss als erster Schritt die massive Reduktion des Ausstoßes erfolgen. Um Netto-Null-Emissionen (auch net-zero genannt) zu erreichen, müssen die verbleibenden Treibhausgasemissionen durch Kohlenstoffbindung ausgeglichen werden. Die erfolgt hauptsächlich über natürliche Systeme (Wälder, Moore, Böden, Mangroven), da technische Lösungen nur einen sehr kleinen Teil der Emissionen aufnehmen können und meistens sehr teuer sind. Siehe dazu auch –> CCS.
Dabei handelt es sich um eine ESG-Reporting-Plattform der Österreichischen Kontrollbank (OeKB) um zentral Nachhaltigkeitsinformationen für unterschiedliche Banken bereitzustellen. Die Plattform kann nach Registrierung von jedem Unternehmen kostenlos benutzt werden. Der Vorteil liegt darin, dass Nachhaltigkeitsinformationen zur Projektfinanzierung nicht in unterschiedlichen Formularen pro Bank erfasst werden müssen.

Mittels der sogenannten „Omnibus Verordnung“ hat die EU-Kommission mehrere Nachhaltigkeitsregelung auf einmal verändert. Damit müssen beispielsweise nur mehr Unternehmen über 1.000 Mitarbeitende einen Nachhaltigkeitsbericht nach CSRD-ESRS erstellen (-> CSRD / -> ESRS). Für nicht (mehr) betroffene Unternehmen wird der Nachhaltigkeitsbericht nach VSME empfohlen. 

Außerdem hat die Omnibus-Verordnerung Auswirkung auf -> CBAM, -> CSDDD und die ->Taxonomie–Verordnung.

Dabei handelt es sich um wissenschaftsbasierte Umweltschutzziele, die gesetzt werden um beispielsweise nicht mehr Emissionen auszustoßen als laut Pariser Klimaabkommen als Ziel festgelegt wurden (1,5 Grad Erderwärmung).
Die Science Based Targets Initiative (SBTi) ist eine Organisation, die Unternehmen bei der Zielsetzung und Überwachung von wissenschaftsbasierten Klimaschutzzielen (–> SBT) unterstützt.

Dabei handelt es sich um Begriffe aus der Treibhausgasbilanzierung gemäß THG Protokoll (-> GHG Protocol). Die Treibhausgasemissionen im Unternehmen werden in verschiedene Bereiche (Scopes) eingeteilt.

Scope 1 beschreibt die Emissionen, die im Betrieb anfallen (aus Verbrennung, Prozessemissionen oder Leckagen).

Scope 2 definiert die Emissionen, die aus dem Bezug von Energie (Strom, Wärme, Kühlung, Dampf) entstehen, aber deren Erzeugung durch Dritte erfolgt.

Und in Scope 3 werden die Emissionen der vorgelagerten Prozesskette (upstream) betrachtet. Das beinhaltet u.a. Emissionen aus der Rohmaterialherstellung, Transport, die Mobilität von Mitarbeitenden oder Geschäftsreisen. Zudem fallen unter den Scope 3 auch die Emissionen nachgelagerten Prozesskette (downstream). Beispielsweise werden die Emissionen durch die Verwendung der Produkte oder deren Entsorgung analysiert. Insgesamt gibt es 15 Scope 3 Kategorien.

Die Nachhaltigen Entwicklungsziele der Vereinten Nationen traten 2015 in Kraft und gelten bis 2030. In 17 Zielen, mit 169 Unterzielen, sollen signifikante Verbesserungen für die globale Gesellschaft erreicht werden. Immer mehr Unternehmen analysieren ihren Beitrag zu den SDGs und kommunizieren die Verbesserung. Mehr zur Anwendung der SDGs bei RestartThinking finden Sie hier.

Der Begriff bezeichnet die Anspruchsgruppen von Unternehmen. Also diejenigen Gruppen von Menschen, die Einfluss auf das Unternehmen haben bzw. von diesem beeinflusst werden.

Das reicht von den Mitarbeitenden, über die Anteilseigner:innen und Investor:innen, bis hin zu Städten und Gemeinden oder NGOs.

Dabei handelt es sich um eine EU Regelung, die definiert, welche wirtschaftliche Tätigkeiten und Investitionen als nachhaltig gelten und zu den sechs Umweltziele der EU beitragen.

Im Rahmen der Taxonomie-Verordnung ist von den berichtspflichtigen Unternehmen jährlich zu berichten, ob und in welcher Höhe im Bereich Umsatz, Investitionen (Capex) und operative Ausgaben (Opex) solche Aktivitäten erfolgen.

Zudem dürfen die Aktivitäten in einem Umweltziel, keinem anderem Umweltziel schaden. Hier spricht man vom „Do no significant harm Prinzip“ (DNSH).

Im Bereich Umweltschutz wurden für die EU-Taxononomie (–> siehe Taxonomie-Verordnung) sechs Umweltziele definiert:

  1. Klimaschutz und
  2. Anpassung an den Klimawandel,
  3. nachhaltige Nutzung und Schutz von Wasser- und Meeresressourcen,
  4. Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft,
  5. Vermeidung und Verminderung von Umweltverschmutzung sowie
  6. Schutz und Wiederherstellung der Biodiversität und Ökosysteme.

Die EU Kommission hat für alle Unternehmen, die nicht unter die –> CSRD fallen (99 % der europäischen Unternehmen), den VSME (Voluntary Sustainability Reporting Standard for Small and Medium Enterprises) empfohlen. Dieser wird wohl in VS (Voluntary Sustainability Standard) umbenannt.

Der Berichtsstandard beinhaltet zwei Module: „Basic“ und „Comprehensive“, zu Deutsch „Basis“ und „Umfassend“. Die Module bauen auf einander auf, daher ist mit dem Basic-Modul zu beginnen. Das Basic-Modul eignet sich für Micro-Unternehmen, die wenig Erfahrung und wenig Ressourcen haben, dennoch aber ihre Nachhaltigkeitsambitionen zeigen und eine strukturierte Berichterstattung erstellen wollen. Das aufbauende Comprehensive-Modul richtet sich an größere KMUs und soll auf die Erwartungen von Kund:innen, Investoren oder Geschäftspartnern eingehen.

Mehr zum VSME-Standard finden Sie im RestartThinking Blog „VSME: Nachhaltigkeit bei KMUs erfolgreich darstellen“.

Die Wesentlichkeitsanalyse ist der wichtigste Schritt zu Beginn der Nachhaltigkeitsberichterstattung.

Dabei wird evaluiert, was die relevanten Themen sind und wo wesentliche Auswirkungen, Risiken, aber auch Chancen im Bereich der Nachhaltigkeit (Umwelt, Soziales und Unternehmensführung) entstehen.

Bis dato wurde häufig nur die einfache Wesentlichkeitsbetrachtung (Outside In – Financial Materiality) durchgeführt. Diese betrachtete den Einfluss der jeweiligen Nachhaltigkeitsaspekte auf das Unternehmen.

Im Rahmen des ESRS wurde das Vorgehen auf die doppelte Wesentlichkeit erweitert. Dabei müssen neben der Outside In-Perspektive nun auch die Inside Out-Aspekte (Impact Materiality) analysiert werden. Dabei geht es um die Betrachtung der Aktivitäten des Unternehmens und wie sich diese auf die Außenwelt (Umfeld, Gesellschaft, Mensch, Umwelt) auswirken.

FAQs der Nachhaltigkeit

Was bedeutet Nachhaltigkeit?

Der Begriff wird über die drei Handlungsfelder definiert: Ökonomie, Ökologie und Soziales. Wo sich diese drei Felder überschneiden, spricht man von Nachhaltigkeit.

Das Wort Nachhaltigkeit wurde im deutschsprachigen Raum im 18. Jahrhundert in Bezug auf Waldwirtschaft (Hans von Carlowitz, 1713) geprägt. Die Bedeutung war, dass nicht mehr verbraucht werden darf als nachwachsen kann. Die fortschreitende Umweltzerstörung rief in den 1980iger Jahren die Vereinten Nationen auf den Plan. 1983 wurde die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung der Vereinten Nationen („Brundtland-Kommission“) ins Leben gerufen. Diese etablierte das heutige Verständnis:

Nachhaltige Entwicklung ist, wenn die Bedürfnisse der heutigen Generation befriedigt werden können, ohne die Chancen der nachfolgenden Generationen zu beeinträchtigen.

Nachhaltigkeit ist die Basis für die strategische Unternehmensführung, denn sie hilft dabei über den Tellerrand hinaus zu blicken. Dabei geht es um die Stakeholder, Risiken und Chancen und die konkreten Verbesserungen im Bereich Ökonomie, Umwelt und Soziales. Unternehmen, die das verstanden haben, agieren resilienter und sicherer in volatilen Zeiten.  
 
Aus der strukturiertn Analyse von Ressourcen, Energie, Emissionen entstehen Kosteneinsparungspotentiale und Verbesserungsmöglichkeiten.
 
Zudem ist die proaktive Beschäftigung und das Berichten von Nachhaltigkeitsaktivitäten ein Differenzierungsmerkmal in der Innen- und Außenkommunikation. Beispielsweise können sich Unternehmen positiv bei Bewerber:innen sichtbar machen.

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